Zwischen gefährlicher Kunst und Feminismus –
Die Schießkunst von Niki de Saint Phalle
„Most people don´t see the edginess in my work. They think it´s all fantasy and whimsy.“ – Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle, eine außergewöhnliche Künstlerin mit einer außergewöhnlichen Ausdrucksstärke. Sie verkörpert mit sämtlichen ihrer Werke die feministische Gesellschaftskritik am Patriarchat und ihre Vergangenheit.
Das ausgewählte Werk “La mort du patriarche” welches de Saint Phalle 1972 aus Gips, Farbe und verschiedenen Objekten auf einer dunklen Holzplatte fertigte, verkörpert den sexuellen Missbrauch in früher Kindheit durch ihren Vater.
Der Titel des Werkes “der Tod des Patriarchen” illustriert Rache und Trauma.
In einem Brief an Jean Tinguely schrieb sie: „Ich fing an, meine Aggressionen in meine Arbeit einfließen zu lassen“. [1]
(Foto: © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2026)
Die Werke ihrer Schießkunst sind unter der weißen Farbe und dem Gips mit Farbbeuteln besetzt, sodass wenn Niki de Saint Phalle auf das Kunstwerk schießt, der getroffene Beutel platzt und das Bild mit Farbe überzogen wird.
Wir empfinden besonders den vermeintlich provozierenden Aspekt des Schießens als sehr wichtig in unserer heutigen Gesellschaft, in der der Feminismus umso stärker betont werden sollte.
Muss Kunst immer schön sein oder darf sie auch schockieren? Wir erkennen kollektiv die Wichtigkeit an, die Menschen auf allen möglichen Wegen zum Nachdenken anzuregen.
„La mort du patriarche“ macht genau dies, indem es gesellschaftliche Probleme anspricht.
Zunächst wirk es verwirrend, wenn man die vielen Farben und angebrachten Elemente sieht, jedoch ist genau dies der anziehende Aspekt. Es geht darum, den Sinn auf einer tieferen Ebene zu übermitteln und sich mit seinen Sinnen auf das Werk und das Schießen einzulassen, darüber nachzudenken. Andererseits denken wir, es wäre anspruchsvoller, die wahre Botschaft des Werkes zu verstehen, wenn man nicht selbst gesehen hat, wie Niki de Saint Phalle auf das Werk schoss und es so “zum Leben zu erwecken” oder “zu töten”, wie man es sieht.
Insgesamt empfinden wir das Werk als äußerst wichtiges Denkmal der feministischen Revolution,
da es den Widerstand der Gesellschaft gegen Vergewaltigung und Unterdrückung zeigt. “La mort du patriarche” ist vielseitig und tiefgründig, und zwingt die Betrachter sich mit ihm auseinanderzusetzen.
Niki de Saint Phalle gelang es also, derart bedeutende Themen auf einer materiellen Ebene zu verdeutlichen und für den Feminismus zu kämpfen.
Was denkst du?
Darf Kunst schockieren, um gesellschaftliche Probleme sichtbar zu machen?
Teile deine Meinung in den Kommentaren.
Verfasser: Selma, Julietta, Richard
Quellen:
https://brittakadolsky.com/schiesskunst-feministin-kuenstlerin-niki-de-saint-phalle
(Zugriff am 14.03.2026)
[1] https://brittakadolsky.com/schiesskunst-feministin-kuenstlerin-niki-de-saint-phalle
(Zugriff am 24.03.2026)
Zitat: https://www.brainyquote.com/quotes/niki_de_st_phalle_691523
(Zugriff am 31.03.2026)
Bildrechte angefragt bei: reproduktionsrechte@bildkunst.de
Bildrechte genehmigt von: Anna Niehoff
am: 25.03.2026
Kontakt: +49 (0) 341 30348 – 0